Bochum: Autofahrerin fährt in U-Bahn-Tunnel
Am Montagvormittag gegen 10:30 Uhr passierte in Bochum (Nordrhein-Westfalen) ein ungewöhnlicher Unfall. Eine Frau fuhr mit ihrem PKW in der Castroper Straße in den Tunnelbereich der unterirdischen Straßenbahn ein. Das passierte an der Haltestelle "Vonovia Ruhrstadion" in Richtung Hauptbahnhof.
Nach ersten Informationen hatte die Fahrerin während der Fahrt einen medizinischen Notfall. Sie war wohl orientierungslos und steuerte deshalb direkt in den Schacht. Im Tunnel legte sie mit ihrem Auto noch mehrere hundert Meter zurück. Sie passierte sogar eine unterirdische Haltestelle, bevor der Wagen nach etwa einem Kilometer zum Stillstand kam. Glücklicherweise begegnete sie auf ihrem Weg keiner Straßenbahn, sodass niemand anderes in Gefahr geriet.
Die Feuerwehr musste zuerst herausfinden, wo genau das Auto im Tunnel stand. Währenddessen befand sich noch eine Straßenbahn auf der Strecke. Die BOGESTRA konnte die Fahrgäste dieser Bahn eigenständig und sicher aus dem Wagen holen.
Die Rettungskräfte versorgten die Fahrerin direkt vor Ort medizinisch. Danach brachten sie die Frau in ein Krankenhaus in Bochum, damit sie dort weiter untersucht und behandelt werden kann.
Die Bergung des Autos war technisch schwierig. Die Feuerwehr arbeitete eng mit der BOGESTRA zusammen. Auch Leute aus den Grundlehrgängen der Feuerwehr halfen mit. Sie hoben den PKW auf spezielle Rollwagen der BOGESTRA und sicherten ihn. Schließlich zogen sie das Fahrzeug mit einem Zwei-Wege-Fahrzeug kontrolliert aus dem Tunnel heraus.
Während der gesamten Aktion blieb die Strecke zwischen dem Ruhrstadion und dem Hauptbahnhof für den Verkehr gesperrt. Insgesamt waren bis zu 30 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter die Wachen Innenstadt und Hauptfeuer- und Rettungswache 3. Gegen 15:00 Uhr war der Einsatz beendet und die Stelle wurde an die Betriebsleitung der BOGESTRA übergeben.
Die Ermittlungen dauern an.