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Bocholt: So entstand der Langenbergpark aus einem Friedhof

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Das Stadtarchiv zeigt ein Foto aus dem Jahr 1939. Es erinnert an den Umbau eines alten Friedhofs zur heutigen Parkanlage.

Das Stadtarchiv in Bocholt (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) hat ein Bild aus dem Jahr 1939 veröffentlicht. Es zeigt den westlichen Eingang des Langenbergparks, wo der Name der Anlage damals in Stein gemeißelt wurde.

Die Geschichte hinter dem Park begann vor rund 90 Jahren. An der Nordallee im Norden der Stadt befand sich ursprünglich ein Friedhof, der seit 1807 genutzt wurde. Erst am 1. Mai 1908 wurde dort aufgehört zu beerdigen, weil es einen neuen Friedhof in der Blücherstraße gab. Die Gräber blieben aber noch lange Zeit bestehen, da die Ruhezeiten der Toten erst ablaufen mussten.

Ende August 1936 fingen Gärtner dann an, die Fläche zu säubern. Sie entfernten kranke Bäume, damit die Birken und Trauereschen besser zur Geltung kamen. Der damalige Oberbürgermeister Emil Irrgang wollte die Anlage in einen öffentlichen Park verwandeln. Er ordnete an, dass alle Grabsteine und Denkmäler rund um den Haupteingang an der Nordallee bis zum 15. Oktober 1936 weichen mussten.

Das kam nicht ohne Streit aus. Der Verein für Heimatpflege in Bocholt protestierte gegen den Plan. Die Mitglieder wollten die Grabdenkmäler aus Respekt vor den Toten behalten. Oberbürgermeister Irrgang blieb jedoch stur. Er wollte unbedingt eine Grünanlage mitten in der Stadt schaffen.

Im Frühjahr 1938 waren die Arbeiten weitgehend fertig. Es gab große Rasenflächen, Spazierwege und Bänke. Bereits ein Jahr zuvor war das Gebiet zum Vogelschutzgebiet erklärt worden. Seit 1938 steht dort auch die Statue des Meckerers, die heute in ihrer vierten Version existiert.

Seinen Namen erhielt der Park vermutlich bei der offiziellen Eröffnung im Juni 1938. Benannt wurde er nach Aloys van Langenberg. Der Regierungsrat lebte von 1769 bis 1843 und hatte sein Geld den Armen der Stadt vermacht. Bis heute nutzen die Menschen den ehemaligen Friedhof als Ort für Erholung, Sport und Spiel.

Quelle: Bocholt – zur Originalmeldung

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