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Bocholt: Sanierte Räumerbrücke wieder im Klärwerk

Die Stadt hat eine wichtige Anlage im Klärwerk erneuert. Statt einer teuren Neuanschaffung wurde die alte Stahlkonstruktion aufbereitet.

Im Klärwerk in Bocholt (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) ist eine wichtige Arbeit abgeschlossen. Am 4. August wurde die sogenannte Räumerbrücke wieder in Betrieb genommen. Ein Großkran hob die 28 Meter lange Stahlkonstruktion und setzte sie präzise in das Nachklärbecken 3 an der Brömmelingstiege ein.

Die Geschichte begann bereits im März. Damals wurde die Brücke aus dem riesigen Becken gehoben, das etwa 2.850 Kubikmeter Wasser fasst. Damit der Transport überhaupt möglich war, musste die Konstruktion in zwei Teile geschnitten werden. In einem Fachbetrieb wurde die Brücke dann komplett überholt: Die Arbeiter sandstrahlten den Stahl, verzinkten ihn und lackierten ihn neu.

Die Brücke hat im Klärwerk eine wichtige Aufgabe. Sie dreht sich über dem Becken und schiebt den Schlamm mit einem Schild in die Mitte. Von dort wird der Schlamm abgepumpt und zurück in den Reinigungskreislauf geleitet. Erst danach fließt das saubere Wasser über den Rand ab.

Eigentlich wollte die Stadt die Brücke komplett ersetzen. Doch Christian Schaffeldt, der Leiter des Klärwerks, fand eine bessere Lösung. Die Brücken aus den 1980er-Jahren sind massiver und stabiler gebaut als moderne Anlagen. Deshalb entschied man sich für die Sanierung.

Das sparte der Stadt viel Geld. Die Aufbereitung kostete zwischen 75.000 und 80.000 Euro. Eine neue Brücke hätte je nach Modell zwischen 200.000 und 250.000 Euro gekostet. Mit der Reparatur konnte die Stadt also einen großen Teil der Kosten einsparen.

Quelle: Bocholt – zur Originalmeldung

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