Blauzungenkrankheit in Niedersachsen: Veterinäramt warnt Tierhalter
In Niedersachsen ist das Blauzungen-Virus vom Serotyp 8 aufgetaucht. Am 17. Juli wurde der erste Fall in einem Rinderbestand im Landkreis Göttingen nachgewiesen. Zuvor gab es bereits einen Ausbruch im hessischen Kreis Fulda. Wegen dieser Lage wurde eine sogenannte Handelsrestriktionszone eingerichtet, die nun weite Teile Niedersachsens umfasst.
In dieser Zone gibt es strenge Regeln für den Handel und Transport von Tieren, die anfällig für die Krankheit sind. Das betrifft vor allem Rinder, Schafe, Ziegen, Lamas und Alpakas. Wer diese Tiere aus der Zone in andere Regionen Deutschlands oder in die EU transportieren will, muss bestimmte Bedingungen erfüllen. Innerhalb der betroffenen Gebiete in Deutschland dürfen Zucht- und Nutztiere zwar transportiert werden, solange sie gesund aussehen, doch die Behörden bleiben wachsam.
Der Landkreis Harburg (Niedersachsen) gehört zwar aktuell nicht zu dieser Restriktionszone, aber das Risiko einer Ansteckung bleibt bestehen. Deshalb rät Thorsten Völker, der Leiter des Veterinäramtes, allen Tierhaltern, ihre Tiere impfen zu lassen oder die Impfung aufzufrischen. Das sei der beste Schutz vor schweren Symptomen und Tierleid. Ein wichtiger Hinweis dabei: Die Impfung gegen den Serotyp 3 hilft nicht gegen den Serotyp 8. Wer geschützt sein will, braucht die passende Impfung.
Da Impfstoffe momentan nicht überall verfügbar sind, sollten Tierhalter mit ihren Tierärzten besprechen, wann eine Impfung möglich ist. Zusätzlich kann man das Risiko senken, indem man Mücken abwehrt, da diese das Virus übertragen.
Die Krankheit ist für Menschen völlig ungefährlich. Bei Tieren kann sie jedoch zu Fieber, Entzündungen und starken Schwellungen führen. Besonders typisch ist die blaue, geschwollene Zunge, die der Krankheit ihren Namen gibt. Bei trächtigen Tieren kann es zudem zu Fehlgeburten kommen.
Wer weitere Fragen hat, kann sich an das Veterinäramt des Landkreises Harburg unter der Telefonnummer 04171/ 693 466 oder per E-Mail an [email protected] wenden. Mehr Infos gibt es auch auf der Webseite des Landkreises.
Quelle: Asendorf – zur Originalmeldung