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Blaue Montag: Über 100 Menschen auf Sternfahrt nach Wehr

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Mit Oldtimer-Bussen und Planwägen ging es am 22. Juli zu einem besonderen Ausflug. Die Teilnehmer besuchten kulturelle Sehenswürdigkeiten in Wehr.

Es war Zeit, einmal „blau zu machen“. Im Rahmen der „Nacht der Vulkane“ wurde der sogenannte Blaue Montag gefeiert. Damit erinnert man sich an die Steinhauer und Layer der Region. In diesen Tagen steht die Geselligkeit im Vordergrund, genau wie früher bei der Arbeit. Es gibt deftiges Essen und kühle Getränke.

Die diesjährige Sternfahrt startete in Mendig, Nickenich und Kruft. Über 100 Leute nahmen an der Tour teil. Sie reisten in einem Oldtimer-Bus, einem Party-Bus und in Planwägen, die von Traktoren gezogen wurden. Das Ziel der Fahrt wurde vorher geheim gehalten, doch am Ende landeten alle in Wehr.

Dort wurden die Gäste von Bürgermeister Johannes Bell und dem Gästeführer Konrad Friedgen empfangen. Auch andere Bürgermeister aus der Arbeitsgemeinschaft „Nacht der Vulkane“ waren dabei. Die Gruppe besichtigte drei besondere Orte in Wehr. Zuerst ging es in den barocken Pfarrgarten. Die Fläche ist 3.000 Quadratmeter groß und von einer drei Meter hohen Mauer aus Tuffstein umgeben. Viele Teilnehmer waren beeindruckt von den Pflanzen, die dort besonders gut wachsen.

Danach besuchte die Gruppe die barocke Pfarrkirche St. Potentinus. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1230 und wurde später erweitert. Im Inneren gibt es drei große Altäre und zwölf lebensgroße Apostelfiguren aus Lindenholz. Einer der Teilnehmer, Werner Geilen, konnte berichten, dass er vor einigen Jahren die Stufen einer Treppe aus Basaltstein in der Kirche eingebaut hat.

Zum Abschluss besichtigten die Gäste die Kellerei. Das Gebäude ist über 1.300 Jahre alt und war früher das Zentrum der Verwaltung. In unruhigen Zeiten diente die Anlage mit ihren starken Mauern sogar als Schutzburg für die Bewohner.

Nach dem Kulturprogramm folgte der gemütliche Teil des Abends. Im Gewölbekeller und im Innenhof der Kellerei gab es Bier. Der Lindenwirt servierte Krustenbraten mit Bratkartoffeln und Krautsalat.

Quelle: Thür – zur Originalmeldung

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