Billerbeck gedenkt des Widerstands gegen Hitler
Am 20. Juli erinnert die Stadt Billerbeck (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen) an einen der bekanntesten Versuche, das NS-Regime zu stürzen. Vor dem Rathaus wurden deshalb die Bundes- und Landesfahne gehisst, um ein sichtbares Zeichen des Gedenkens zu setzen.
Genau an diesem Tag im Jahr 1944 versuchte eine Gruppe unter der Leitung von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten. Das Attentat scheiterte jedoch. In der Folge wurden viele Menschen aus dem militärischen und zivilen Widerstand verhaftet und hingerichtet.
Bürgermeister Marco Lennertz betonte, dass dieser Tag für Mut und Gewissen stehe. Er zog dabei auch eine Verbindung zur eigenen Region: So habe der ehemalige Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, ebenfalls Mut bewiesen. Galen hatte bereits 1941 in seinen Predigten öffentlich gegen die Tötung kranker und behinderter Menschen protestiert.
Die Stadt möchte mit dem Gedenktag verdeutlichen, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind, sondern geschützt werden müssen. Weitere Angaben zum Ablauf des Tages liegen bislang nicht vor.
Quelle: Billerbeck – zur Originalmeldung