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Bielefeld: Schüsse am Bahnhofsvorplatz

Ein 21-Jähriger hat am frühen Morgen am Bahnhof auf einen Mann geschossen. Das Projektil traf jedoch nur ein Taxi.

Es war kurz vor sechs Uhr morgens am 8. August 2026, als es am Bahnhofsvorplatz in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) eskalierte. Ein 34-jähriger Mann aus Berlin wurde dort von einer Gruppe angegriffen. Ein 21-jähriger Deutscher und drei weitere Menschen schlugen auf ihn ein und traten ihn.

Dem 34-Jährigen gelang es schließlich, aus dem Gerangel zu entkommen und wegzulaufen. Doch der 21-Jährige ließ ihn nicht ziehen. Er zog eine Schusswaffe und feuerte einen Schuss hinter dem Mann her. Das Projektil verfehlte das Opfer jedoch. Stattdessen schlug die Kugel in der Tür eines Taxis ein, in dem ein 57-jähriger Bielefelder wartete.

Der Angreifer versuchte sofort zu flüchten. Er hatte wohl getrunken. In der Nähe des Tatorts bemerkten Streifenpolizisten den Mann. Die Beamten waren gerade wegen eines anderen Einsatzes im Bereich des Bahnhofs unterwegs und nahmen den Verdächtigen sofort fest. Auf seiner Flucht hatte der junge Mann die Waffe weggeworfen. Die Polizei fand die Schusswaffe kurz darauf in der Herbert-Hinnendahl-Straße.

Das Opfer wurde leicht verletzt. Er wurde ärztlich versorgt und konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Auf der Wache entnahm ein Arzt dem Festgenommenen eine Blutprobe, um den Alkoholpegel zu prüfen. Die Mordkommission sperrte den Tatort weiträumig ab, um Spuren zu sichern.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld stellte einen Antrag auf Haft. Der Haftrichter hat daraufhin einen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags erlassen. Warum es zu dem Streit kam, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Bielefeld – zur Originalmeldung

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