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Bielefeld: Polizei zeigt gefährliche Bremswege am Waldbad

Mit einem speziellen Teppich demonstrierte die Polizei in der Senne, wie schnell ein kleiner Geschwindigkeitsunterschied zum Unfall führen kann.

Am Dienstag haben die Experten für Verkehrssicherheit der Polizei in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) eine Aktion am Waldbad Senne gestartet. Die Beamten wollten zeigen, wie lang der Weg ist, bis ein Auto im Notfall wirklich zum Stehen kommt. Das Ganze war Teil der sogenannten ROADPOL-Woche unter dem Namen „Operation Speed“.

Für die Vorführung nutzten die Polizisten einen Bremswegteppich. Auf diesem Teppich konnten Eltern und Kinder schätzen, wo ein Auto bei einer Vollbremsung stoppen würde. Die Kinder gingen dabei eher nach ihrem Gefühl vor, während die Erwachsenen versuchten, sich an ihr Wissen aus der Fahrschule zu erinnern.

Die Beamten erklärten, dass schon wenige km/h mehr einen riesigen Unterschied machen. Ein Beispiel: In einer 30er-Zone vor einem Kindergarten fährt ein Auto oft zu schnell. Wer dort mit 50 statt 30 km/h unterwegs ist und plötzlich bremsen muss, weil ein Kind auf die Straße läuft, bleibt nicht rechtzeitig stehen. In diesem Fall würde der Wagen dort noch ungebremst weiterrollen, wo er bei Tempo 30 schon gestanden hätte. Die Folge wäre ein Aufprall.

Die Polizei rechnete vor, dass sich der gesamte Anhalteweg aus der Reaktionszeit und dem eigentlichen Bremsweg zusammensetzt. Bei Tempo 30 braucht ein aufmerksamer Fahrer etwa 18 Meter, bis das Auto steht. Erhöht man das Tempo auf 50 km/h, wächst dieser Weg auf insgesamt 40 Meter an. Viele Besucher waren erstaunt, wie schnell diese Distanzen wachsen, wenn man nur ein bisschen schneller fährt.

Quelle: Polizei Bielefeld – zur Originalmeldung

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