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Bielefeld: Polizei stoppt Sattelzug mit losem Gefahrgut

Ein polnischer Fahrer transportierte tonnenweise gefährliche Stoffe über die A2. Die Ladung war so schlecht gesichert, dass die Polizei eingreifen musste.

Am Donnerstagmorgen gegen 08:25 Uhr stoppten Polizisten der Autobahnpolizei einen Sattelzug an der Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen). Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass mit der Ladung etwas ganz und gar nicht stimmte.

Der 44-jährige Fahrer aus Polen hatte in Belgien an zwei verschiedenen Stationen etwa 11,5 Tonnen eines Stoffes geladen, der die Umwelt gefährdet. Die Ware befand sich in großen, flexiblen Behältern, sogenannten Big Bags. Das Problem war: Die gesamte Ladung war überhaupt nicht gesichert. Zudem war einer der Behälter beschädigt, sodass das Gefahrgut bereits aus dem Loch herausrieselte und eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte.

Die Polizisten mussten sofort handeln. Sie dichteten das Loch im Behälter erst einmal notdürftig ab, damit der Lkw sicher zu einem Betriebsgelände fahren konnte. Dort übernahm am nächsten Tag eine Spezialfirma die Arbeit. Die Experten sicherten die gesamte Ladung fachgerecht, damit der Transport nach Polen überhaupt erst fortgesetzt werden konnte.

Das Ganze wurde teuer. Der Fahrer und sein polnischer Spediteur mussten Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 3.000 Euro hinterlegen. Außerdem muss der Spediteur die Kosten für die Sicherstellung und die Arbeit der Spezialfirma bezahlen. Auch gegen die Verantwortlichen der beiden belgischen Firmen, die das Gefahrgut verladen hatten, wurde Anzeige erstattet.

Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Bielefeld – zur Originalmeldung

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