Bielefeld: Paketzusteller überfährt E-Scooter-Fahrer
Es war Donnerstagnachmittag, kurz nach 17 Uhr, als es in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) krachte. Ein 60-jähriger Mann aus der Stadt war mit seinem VW-Transporter in der Straße Am Bach unterwegs. Er wollte in Richtung Niederwall fahren und dann nach links in die Straße Gehrenberg abbiegen.
In diesem Moment übersah er einen 27-jährigen Mann aus Bochum, der mit einem E-Scooter ebenfalls in Richtung Niederwall fuhr. Der junge Mann versuchte zwar noch zu bremsen, konnte den Zusammenstoß mit dem Transporter aber nicht mehr verhindern. Er stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu.
Als die Polizei den Unfall aufnahm, kamen schnell weitere Probleme für den Fahrer des Transporters auf. Der Mann arbeitete als Paketzusteller, besaß aber keinen gültigen Führerschein. Er zeigte den Beamten zwar ein Dokument aus Spanien, doch die Polizisten bemerkten sofort, dass der Schein gefälscht war.
Zudem machte ein Drogentest vor Ort deutlich, dass der Fahrer wohl Drogen genommen hatte. Die Beamten brachten ihn daraufhin zur Polizeiwache Ost, um dort eine Blutprobe zu entnehmen. Die Polizisten machten dem Mann klar, dass er ab sofort kein Fahrzeug mehr steuern darf, für das man einen Führerschein braucht.
Jetzt muss sich der 60-Jährige wegen mehrerer Delikte verantworten. Es geht um fahrlässige Körperverletzung, das Fahren unter Drogeneinfluss, das Fahren ohne Fahrerlaubnis und die Urkundenfälschung. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.