Biblis kämpft gegen Rattenplage in den Kanälen
In Biblis (Landkreis Bergstraße, Hessen) gibt es momentan erneut viele Sichtungen von Ratten, vor allem in den Kanälen. Die Gemeinde und der KMB gehen das Problem nun an. Dabei gibt es feste Regeln: Giftköder dürfen nicht einfach auf Vorrat ausgelegt werden. Das ist gesetzlich verboten.
Eine Fachfirma prüft erst, ob die Tiere wirklich da sind. Nur wenn der Befall nachgewiesen ist, kommen Giftköder zum Einsatz. Diese liegen in gesicherten und markierten Boxen, damit keine anderen Tiere sie fressen. Die verwendeten Gifte wirken zeitverzögert. Das ist wichtig, weil Ratten schlau sind. Würden sie sofort sterben, würden die anderen Tiere den Köder meiden.
Die Gemeinde warnt zudem vor den Gefahren. Ratten übertragen Krankheiten, besonders über ihren Kot und Urin. Damit die Tiere nicht erst recht angelockt werden, gibt es klare Tipps für die Bewohner: Essensreste gehören nicht in die Toilette oder den Abfluss. Mülltonnen müssen fest verschlossen sein und Gelbe Säcke sollten erst kurz vor der Abholung auf die Straße gestellt werden.
Auch beim Tierfutter ist Vorsicht geboten. Wer Vögel füttert, sollte darauf achten, dass nichts auf den Boden fällt. Die Behälter müssen nach der Fütterung geleert werden. Wer Löcher in seinen Hauswänden hat, sollte diese schnell schließen, damit die Tiere keinen Unterschlupf finden.
Wer Ratten auf öffentlichen Flächen sieht, kann dies über den Mängelmelder unter www.kmb-bensheim.de/maengelmelder, per App oder unter der Telefonnummer 06251 109642 melden. Auf dem eigenen Grundstück sind die Eigentümer selbst verantwortlich. Sie müssen eine zertifizierte Firma beauftragen. Privatpersonen dürfen keine starken Rattengifte verwenden, da dies eine Ordnungswidrigkeit ist und Mensch und Umwelt gefährdet.
Quelle: Biblis – zur Originalmeldung