Betrunkener BMW-Fahrer rastet in Glocksin gegen Vorgarten
In der Nacht zum 6. August passierte es in Glocksin (Gemeinde Neverin, Mecklenburg-Vorpommern). Gegen 22:42 Uhr kam ein BMW mit voller Wucht von der Straße ab. Der Aufprall war so heftig, dass die Airbags im Wagen auslösten. Gleichzeitig ging in der Rettungsleitstelle ein automatischer Notruf, ein sogenannter E-Call, ein. Das System meldete einen Frontalzusammenstoß.
Als die Polizei, die Feuerwehr und die Retter am Unfallort eintrafen, war der Fahrer bereits verschwunden. Er hatte seinen Wagen nicht nur in einen Vorgarten eines Grundstücks an der Straße gerammt, sondern dabei auch noch ein anderes, parkendes Auto beschädigt. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen und dem Garten wird auf etwa 62.000 Euro geschätzt.
Die Beamten gaben nicht auf und suchten den Halter des BMWs auf. Sie fanden den 29-jährigen Mann zu Hause an. Zuerst wollte er wohl nichts wissen, doch als die Polizei ihm die Beweise vorlegte, gab er zu, dass er gefahren war. Ein Atemtest zeigte dann das ganze Ausmaß: Der Mann hatte 1,73 Promille Alkohol im Blut.
Der Einsatz war ein riesiger Kraftakt. Insgesamt 60 Leute von den Feuerwehren aus Neubrandenburg, Sponholz, Ihlenfeld, Staven, Neverin und Brunn waren im Einsatz, um die Unfallstelle zu sichern. Die Straße musste für die Bergung des Wracks teilweise komplett gesperrt werden. Ein Abschleppdienst musste den BMW schließlich vom Grundstück holen.
Jetzt muss sich der 29-Jährige mit den Folgen herumschlagen. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort aufgenommen. Den Führerschein haben die Beamten bereits eingezogen.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg – zur Originalmeldung