Betrüger gaukeln in Floh-Seligenthal Polizei vor
Am Montag versuchten Betrüger in Floh-Seligenthal (Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen), ältere Menschen auszutricksen. Mindestens sechs Senioren im Alter zwischen 71 und 86 Jahren erhielten Anrufe von Unbekannten. Die Anrufer gaben sich als Beamte der Kriminalpolizei aus.
Die Masche klang für die Opfer erst glaubwürdig: Die Betrüger behaupteten, dass in der Nachbarschaft eine Diebesbande festgenommen worden sei. In einem Notizbuch dieser Bande seien die Namen der Senioren aufgetaucht. Deshalb müssten sie nun nachfragen, ob die Menschen zu Hause Bargeld, Gold oder andere Wertsachen aufbewahren.
Besonders dreist war die Technik der Täter. Sie nutzten eine Telefonnummer, die fast genau so aussah wie die Nummer der Polizeiinspektion Schmalkalden-Meiningen. So wollten sie Vertrauen schaffen und die Senioren dazu bringen, ihr Geld preiszugeben.
Die Angerufenen blieben jedoch wachsam. Sie erkannten, dass etwas nicht stimmte, und ließen sich nicht beirren. Nach aktuellem Stand ist daher kein Geld und kein Schmuck verloren gegangen.
Die Landespolizeiinspektion Suhl warnt nun vor dieser Methode. Die echte Polizei fragt niemals am Telefon nach Wertsachen und nimmt diese auch nicht zur Verwahrung mit. Wer solche Anrufe erhält, soll sofort auflegen. Die Polizei bittet alle, die etwas wissen oder ähnliche Anrufe erhalten haben, dies unter der Nummer 110 zu melden.
Die Ermittlungen dauern an.