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Bessere Busverbindungen für Pflege-Azubis in der Südpfalz

Tauschten sich zum Thema ÖPNV-Verbesserungen für Pflege-Azubis aus: Benjamin Klar, ÖPNV-Referent Landkreis SÜW, Dr. Marvin Milius (Leiter Pflegeschule Klinikum Landau-SÜW), SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt, Monika Vogler (Schulleitung Nardini Pflegeschule), Kathrin Flory, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, Stefan Grewenig, ÖPNV-Referent der Stadt Landau, Landaus Oberbürgermeister Dominik Geißler, und Sebastian Löhlein (Leiter Bildungszentrum Pfalzklinikum). Auf dem Foto nicht zu sehen ist Landrat Martin Brandl (GER), der ebenfalls teilnahm, allerdings kurz vor der Aufnahme zu einem Anschlusstermin musste. Copyright und Urheber siehe Landkreis Germersheim

Viele Auszubildende in der Pflege kommen zu spät zur Schicht, weil die Busse nicht passen. Nun wollen Landräte und Bürgermeister die Verbindungen verbessern.

In der Südpfalz gibt es ein Problem mit den Buszeiten: Wer eine Ausbildung in der Pflege macht, muss oft schon sehr früh am Morgen im Dienst sein. Zu dieser Zeit fahren aber viele Busse noch nicht oder die Verbindungen passen nicht. Das führt dazu, dass Azubis zu spät kommen oder die Schichtpläne kurzfristig geändert werden müssen.

Das ist ein Problem für die Lernenden und für die Kliniken. Drei Pflegeschulleitungen aus Landau, Klingenmünster und Gleiszellen-Gleishorbach haben deshalb einen Brief an die Politik geschrieben. Aktuell lernen über 260 Azubis in diesen Einrichtungen. Die Theorie findet an verschiedenen Standorten statt, die Praxis hingegen in der gesamten Region. Die Schulleiter warnten, dass die Pflegeausbildung so an Attraktivität verliert.

Daraufhin kam es zu einem Treffen im Kreishaus in Landau. Dort setzten sich Landrat Martin Brandl aus dem Landkreis Germersheim (Rheinland-Pfalz), Landrat Dietmar Seefeldt aus dem Landkreis Südliche Weinstraße, Oberbürgermeister Dominik Geißler aus Landau und Bürgermeisterin Kathrin Flory aus der Verbandsgemeinde Bad Berzabern mit den Schulleitern zusammen. Die Politiker wollen helfen und die Busnetze prüfen.

Damit das klappt, werden die Pflegeschulen nun Daten sammeln. Es wird anonym geschaut, woher die Azubis kommen und wann sie an welchen Orten sein müssen. Die Experten für den Nahverkehr prüfen dann, ob man bestehende Buslinien, Ruf-Taxis oder On-Demand-Angebote anpassen oder erweitern kann.

Die Landräte und der Oberbürgermeister wollen das Thema dabei nicht nur für die Azubis angehen. Das Ziel ist es, den ÖPNV für alle Mitarbeiter der Kliniken in der Südpfalz attraktiver zu machen. In der Vergangenheit hat so etwas schon funktioniert: In Landau gibt es etwa die Gewerbelinie 534, die von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr nachts fährt. Auch bei der Winzergenossenschaft Deutsches Weintor bei Ilbesheim wurde früher eine Haltestelle extra für Azubis gebaut, die heute jeder nutzen kann.

Ob und welche neuen Linien oder Zeiten eingeführt werden, hängt nun von der Analyse der Daten ab. Die Ermittlungen zum Bedarf laufen.

Quelle: Landkreis Germersheim – zur Originalmeldung

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