Besigheim-Ottmarsheim: Fünf Menschen wegen Menschenraubs festgenommen
In der Nacht vom 16. auf den 17. März 2026 kam es in Besigheim-Ottmarsheim (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg) zu einem erpresserischen Menschenraub. Die Kriminalpolizei aus Ludwigsburg nahm die Ermittlungen sofort auf. Bereits am 2. April 2026 gab es die ersten Schlagerfolge: Die Beamten führten Razzien durch und nahmen zwei Männer fest. Ein 24-jähriger Deutscher und ein 21-jähriger Bulgare kamen direkt in Untersuchungshaft.
Doch die Ermittler gaben nicht auf und suchten weiter nach weiteren Beteiligten. Dabei stießen sie auf drei weitere Menschen, die in das Netzwerk verwickelt sein sollen. Es handelt sich um eine 21-jährige Rumänin, eine 23-jährige Deutsche und einen 18-jährigen Deutschen. Die beiden Frauen sollen mit den bereits festgenommenen Männern zusammenleben, der Jugendliche ist mit ihnen verwandt.
Die Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragte daraufhin neue Haftbefehle und Durchsuchungen. Am 24. Juli 2026 schlug die Polizei erneut zu. Die Beamten durchsuchten die Wohnungen der drei Verdächtigen im Landkreis Heilbronn. Dabei fanden sie verschiedene Gegenstände, die nun als Beweismittel dienen sollen.
Die drei Menschen wurden vorläufig festgenommen und sofort einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Der Richter setzte die Haftbefehle in Vollzug. Damit sitzen nun alle fünf Verdächtigen in Justizvollzugsanstalten.
Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.