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Berufsfischer in Rendsburg pflegt heimische Gewässer

Copyright und Urheber siehe Rendsburg

Thomas Philipson fängt nicht nur Fisch, sondern kümmert sich auch um den Schutz der Bestände im Nord-Ostsee-Kanal und auf der Obereider.

Wenn die meisten Menschen noch schlafen, ist Thomas Philipson in Rendsburg (Schleswig-Holstein) schon auf dem Wasser. Der Berufsfischer kontrolliert früh am Morgen seine Netze und startet so seinen Arbeitstag. Dabei geht es um mehr als nur den Fang: Als Pächter der Fischereirechte trägt er eine große Verantwortung für die Gewässer und deren Pflege.

Seit etwa eineinhalb Jahren ist Philipson auf der Obereider aktiv, wofür er Verträge mit den Städten Rendsburg und Büdelsdorf hat. Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Nord-Ostsee-Kanal, den er bereits seit neun Jahren bewirtschaftet. Dort stehen rund 95 Prozent seiner Netze. Die Arbeit ist streng geregelt: Es gibt feste Fangmengen und Sperrgebiete, zum Beispiel vor Häfen oder Steganlagen. So wird sichergestellt, dass die Fischbestände geschützt bleiben.

Neben dem eigentlichen Fischfang hat der Fischer wichtige Zusatzaufgaben. Er dokumentiert die Entwicklung der Fischbestände und organisiert jedes Jahr das Einsetzen junger Aale, was von der Fischereigenossenschaft bezahlt wird. Neben Aalen landen oft auch Barsche, Zander, Hechte oder Flundern in seinen Netzen.

Probleme gibt es gelegentlich mit Anglern. Obwohl Philipson seine Netze mit auffälligen roten Schwimmern markiert, bleiben Haken manchmal hängen. Das ist ärgerlich, weil Material verloren geht und die Netze kaputtgehen. Zudem können die Haken den Fischer beim Einholen der Netze verletzen.

Der Beruf hat sich über die Jahre verändert. Früher wurde der Fisch oft direkt an der Kaimauer verkauft. Heute wollen die Kunden die Ware lieber küchenfertig verarbeitet. Deshalb verbringt Philipson viel Zeit in seinem Verarbeitungshaus. Er leitet einen Betrieb mit drei Mitarbeitern und vier Booten.

Weitere Informationen zum Thema Berufsfischerei in der Region liegen bislang nicht vor.

Quelle: Rendsburg – zur Originalmeldung

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