Berlin will neue Regeln für Oberschulplätze
Wer in Berlin (Hauptstadt Deutschlands) von der Grundschule auf die Oberschule wechselt, hat oft Pech bei der Platzsuche. Viele Kinder müssen weit fahren, weil sie keinen Platz in ihrem eigenen Bezirk bekommen. Deshalb wollen die Bürgermeister der Stadt die Regeln ändern.
Am 23. Juli 2026 hat der Rat der Bürgermeister einstimmig beschlossen, dass der Senat das Verfahren überarbeiten muss. Das Ziel ist einfach: Kinder sollen möglichst in ihrem Wohnortbezirk zur Schule gehen können. Das würde lange und anstrengende Fahrwege verhindern. Außerdem sollen Schüler, die schlechtere Noten haben, bei der Vergabe nicht mehr so stark benachteiligt werden.
Besonders deutlich wird das Problem im Bezirk Treptow-Köpenick. Dort gibt es eigentlich genug Plätze für die siebten Klassen. Trotzdem landen viele Kinder aus anderen Bezirken dort, während die eigenen Schüler aus Treptow-Köpenick oft in andere Stadtteile abgeschoben werden. Bezirksbürgermeister Oliver Igel sieht das aktuelle System deshalb als gescheitert an.
Schon im Jahr 2023 wurde gefordert, dass sich etwas ändert, doch bisher ist nichts passiert. Nun setzt der Rat eine Frist: Der Senat soll bis spätestens Januar 2027 einen konkreten Vorschlag machen. Die Politik will, dass die neuen Regeln bereits bei der nächsten Vergabe gelten.
Neben den neuen Regeln muss die Stadt zudem schauen, ob insgesamt genug Schulplätze vorhanden sind oder ob neue Klassenräume gebaut werden müssen. Ob der Senat die Forderungen rechtzeitig umsetzt, bleibt abzuwarten.