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Berlin: Veranstaltung für schwarze Kinder wegen Drohungen abgesagt

Ein geplantes Angebot für schwarze Familien und Jugendliche musste kurzfristig gestrichen werden. Der Grund dafür war eine Welle von rassistischen Drohungen.

Eigentlich sollte es ein geschützter Ort für schwarze Kinder, Jugendliche und ihre Familien sein. Am 14. August 2026 war in Berlin (Hauptstadt und Land der Bundesrepublik Deutschland) die Veranstaltung „VOLKSBAD x EOTO“ geplant. Doch das Event fand nicht statt. Die Organisatoren von der Volksbühne und dem Verein Each One Teach One (EOTO) mussten die Absage aussprechen.

Der Grund dafür war eine heftige Kampagne aus rassistischer Hetze und Drohungen. Es gab diskriminierende Kommentare und eine polemische Berichterstattung im ganzen Land. Die Verantwortlichen kamen zu dem Schluss, dass sie die Sicherheit der jungen Teilnehmer nicht mehr garantieren konnten. Weder die körperliche noch die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen war an diesem Tag sicher.

Nun hat der Beirat für Partizipation und Integration aus dem Bezirk Reinickendorf eine Stellungnahme dazu veröffentlicht. Der Beirat kritisiert, dass gerade dieses Angebot für schwarze Menschen skandalisiert wurde. Andere Vereine hatten das Volksbad ebenfalls genutzt, ohne dass es zu solchen Angriffen gekommen wäre. Erst als eine schwarze Selbstorganisation einen eigenen Raum für sich beanspruchte, begannen die rassistischen Reaktionen.

Der Beirat verweist auf Zahlen, die zeigen, wie oft schwarze Menschen in Deutschland diskriminiert werden. Laut dem Afrozensus haben fast alle Befragten in zwei Jahren Anti-Schwarzen Rassismus erlebt. Auch der Monitoringbericht für Berlin zeigt einen starken Anstieg der Fälle im Jahr 2025, besonders im öffentlichen Raum und bei Behörden.

Der Beirat fordert nun, dass die Politik in Berlin die Drohungen eindeutig verurteilt. Zudem sollen die Drohungen strafrechtlich verfolgt werden. Für die Zukunft werden bessere Sicherheitskonzepte und eine dauerhafte Finanzierung von Schutzräumen gefordert. Außerdem soll ein Dialog zwischen der Politik, der Volksbühne und dem Verein EOTO stattfinden.

Ob es bereits konkrete Ermittlungen wegen der Drohungen gibt, ist derzeit nicht bekannt. Die Forderungen des Beirats zielen darauf ab, dass solche Angebote künftig ohne Angst vor Angriffen möglich sind.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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