Berlin Treptow-Köpenick gibt Geld für soziale Wärme-Netzwerke aus
In Berlin (Hauptstadt Deutschland) geht es darum, dass niemand in schwierigen Zeiten alleine gelassen wird. Die Sozialsenatorin Katja Kipping hatte bereits Ende 2022 entschieden, dass jeder Bezirk eine Million Euro für das sogenannte „Netzwerk der Wärme“ bekommt. Das Geld soll helfen, die Folgen der hohen Energiekosten abzufedern und gegen die Einsamkeit vorzugehen.
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick startet nun mit einem Sofortprogramm. Zuerst stehen 100.000 Euro bereit. Das Amt sucht ab sofort Vereine, Träger und andere Organisationen, die Projekte im Bezirk aufziehen oder erweitern wollen. Das Ziel ist, dass die ersten Gelder bereits im Januar 2023 fließen.
Das Geld kann für viele verschiedene Dinge genutzt werden. Vor allem sollen damit Personalkosten gedeckt werden. Das heißt, bestehende Mitarbeiter können mehr Stunden arbeiten oder Freiwillige und Ehrenamtliche bekommen eine Aufwandsentschädigung. Auch Honorare für Berater, Dolmetscher oder Sicherheitspersonal sind förderfähig. Zudem können Mieten und Reinigungskosten bezahlt werden.
Auch für Dinge in der Ausstattung gibt es Unterstützung. Das Bezirksamt nennt als Beispiele Kaffeemaschinen, Kühlschränke, Kochplatten oder Geschirr. Wer Stationen für das Teilen von Lebensmitteln (Food-Sharing) aufbauen will oder IT-Geräte für die digitale Beratung braucht, kann dies ebenfalls beantragen. Sogar Bastelmaterial, Spiele oder Getränke für die Projekte werden übernommen.
Interessierte müssen keinen komplizierten Antrag ausfüllen. Ein formloser Brief an die stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Carolin Weingart reicht aus. Darin muss stehen, wie viel Geld benötigt wird, wofür es genau verwendet werden soll und ob es schon andere Fördergelder gibt.
Das Amt für Soziales in Treptow-Köpenick prüft die Anträge dann kurzfristig. Wenn das Projekt passt, wird das Geld bewilligt. Weitere Angaben zum genauen Ablauf der Vergabe liegen bislang nicht vor.