Berlin trauert um ehemalige Kunstamt-Chefin Katharina Kaiser
Katharina Kaiser ist gestorben. Sie war vom 12. Februar 1947 bis zum 1. August 2026 alt geworden. Fast 30 Jahre lang, von 1982 bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2011, stand sie an der Spitze des Kunstamtes in Tempelhof-Schöneberg (Berlin).
In dieser Zeit hat sie das Haus am Kleistpark zu einem bekannten Ausstellungsort gemacht, der weit über die Grenzen des Bezirks hinaus beachtet wurde. Besonders ein Auge für moderne Fotografie hatte sie. Kaiser wollte, dass Kunst nicht nur im Museum bleibt, sondern dass Menschen über Gesellschaft und Stadtgeschichte ins Gespräch kommen.
Ein Projekt, das bis heute wichtig ist, ist die Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg. Dort wird an die jüdischen Bewohner des Bezirks erinnert, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Diese Arbeit prägt die Erinnerungskultur im Ort bis heute.
Der Bezirksstadtrat Tobias Dollase betonte, dass Kaiser ihre Arbeit nie als bloße Verwaltung gesehen habe. Sie habe Menschen zusammengebracht, die sich unter anderen Umständen wohl nie begegnet wären. Das Bezirksamt sprach ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus und dankte ihr für den langjährigen Einsatz für die Kultur im Bezirk.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.