Berlin: Theaterstück über Rahel Varnhagen in Reinickendorf
Am Donnerstag, den 17. September, gibt es in der Humboldt-Bibliothek in Berlin (Bezirk Reinickendorf) ein besonderes Theaterstück. Um 19 Uhr zeigt das KantTheater die Inszenierung „Rahel Varnhagen: Die geistreichste Frau des Universums“.
In dem Stück geht es um das Leben von Rahel Varnhagen. Sie war eine Jüdin, die ab dem Jahr 1793 einen berühmten Salon am Gendarmenmarkt führte. Dort trafen sich die wichtigsten Denker ihrer Zeit. Künstler, Philosophen, Adlige und einfache Bürger diskutierten bei Tee und Butterbroten auf Augenhöhe. Unter den Gästen waren bekannte Namen wie Hegel, Heine oder die Gebrüder Humboldt.
Die Geschichte zeigt aber auch die Schattenseiten. Obwohl Varnhagen ihren Salon allen Menschen öffnete, wurde sie selbst oft ausgegrenzt. Das lag daran, dass sie eine Frau und Jüdin war.
Auf der Bühne übernimmt Anette Daugardt die Hauptrolle der Rahel Varnhagen. Uwe Neumann spielt die verschiedenen Gesprächspartner, zum Beispiel Wilhelm von Humboldt oder Heinrich Heine.
Der Bezirksstadtrat für Kultur, Harald Muschner (CDU), findet den Ort der Aufführung passend. Bibliotheken seien genau wie der einstige Salon von Rahel Varnhagen Orte, an denen Wissen und freier Austausch im Vordergrund stehen.
Der Eintritt für die Besucher ist frei. Wer mehr wissen möchte, findet Informationen auf der Webseite der Stadtbibliothek Reinickendorf.