Berlin steuert auf Milliardenloch im Haushalt zu
In Berlin (Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland) sieht es finanziell schlecht aus. Der Senat hat am 1. September 2026 einen Statusbericht zur Haushaltslage beschlossen. Die Zahlen sind deutlich: Das Land wird das laufende Jahr wohl mit einem Minus von knapp 4,6 Milliarden Euro abschließen.
Finanzsenator Stefan Evers rechnet damit, dass nur rund 39,1 Milliarden Euro in die Kassen fließen. Gleichzeitig stehen aber Ausgaben in Höhe von 43,7 Milliarden Euro gegenüber. Evers warnt, dass die Lage ernst sei. Es gebe weitere finanzielle Risiken und die wirtschaftliche Entwicklung sei unsicher. Deshalb müsse die Stadt nun genau schauen, wofür das Geld ausgegeben wird.
Das Problem liegt zum einen bei den Einnahmen. Diese fallen etwa 200 Millionen Euro niedriger aus als ursprünglich gedacht. Das liegt vor allem an geringeren Steuern und weniger Geld vom Bund für Infrastruktur-Projekte.
Zwar gibt die Stadt insgesamt etwa 1,2 Milliarden Euro weniger aus als geplant, doch das liegt vor allem daran, dass Investitionen zurückgehalten werden. An anderen Stellen steigen die Kosten jedoch an. So kostet das Personal mehr, unter anderem wegen der Besoldung von Beamten und der Verbeamtung von Lehrern.
Besonders teuer werden derzeit die Bezirke, deren Transferausgaben um 651 Millionen Euro gestiegen sind. Auch das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten braucht mehr Geld. Hier flossen 525 Millionen Euro mehr in die Unterbringung und die Betriebskosten. Die Stadt versucht, diese Kosten durch Vorsorge zu decken.
Der Bericht wird nun dem Hauptausschuss vorgelegt. Ob und wie die Stadt das riesige Loch im Budget stopfen will, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen zur genauen Haushaltslage dauern an.
Quelle: Berlin – zur Originalmeldung