Berlin-Spandau will gesundes Essen im Alltag fördern
In Spandau (Berlin) soll es in Zukunft einfacher werden, sich gesund und nachhaltig zu ernähren. Das Bezirksamt hat beschlossen, das Konzept „Spandau isst gut und gesund“ weiterzuentwickeln. Damit will der Bezirk verhindern, dass eine gute Ernährung nur vom Geldbeutel oder der sozialen Herkunft abhängt.
Der Handlungsbedarf ist in dem Bezirk groß. Bei den Untersuchungen zur Einschulung waren 14,5 Prozent der Kinder übergewichtig. Bei den Erwachsenen ist es sogar mehr als die Hälfte. Zudem leiden 16,6 Prozent der Dreijährigen unter Karies, die behandelt werden muss. Studien zeigen, dass vor allem die soziale Lage und die Bildung beeinflussen, wie gesund sich die Menschen ernähren.
Spandau arbeitet deshalb bereits seit einigen Jahren mit Kitas, Schulen und Familienzentren zusammen. So helfen Ernährungscoaches vom Verein „Restlos Glücklich e.V.“ den Einrichtungen dabei, gesundes Essen fest im Alltag zu verankern. Auch die Verwaltung und das Gesundheitswesen sollen besser vernetzt werden, um neue Projekte zu starten.
Im Jahr 2026 wird die Strategie nun aktualisiert. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern werden die Ziele für die Zeit bis Ende 2029 neu festgelegt und an die aktuellen Probleme angepasst. Spandau fungiert dabei als Modellbezirk für die gesamte Berliner Ernährungsstrategie.