Berlin-Spandau führt symbolische Wahlen für Nicht-Deutsche durch
In Berlin-Spandau (Berlin) gibt es eine besondere Aktion vor den eigentlichen Wahlen am 20. September 2026. Der Bezirksbeirat für Partizipation und Integration organisiert sogenannte symbolische Wahlen. Das bedeutet: Menschen, die keinen deutschen Pass haben und deshalb kein formales Wahlrecht besitzen, können trotzdem ihre Stimme abgeben.
Das Ganze ist eine Simulation. Die Teilnehmer erleben so, wie echte Wahlen ablaufen, und können zeigen, welche politischen Ansichten sie haben. Die Stadt möchte damit eine Gruppe sichtbar machen, die zwar ein wichtiger Teil der Gesellschaft ist, aber politisch oft nicht gehört wird.
Die Aktion läuft vom 2. bis zum 15. September 2026. Bis zum Ende der Frist um 15 Uhr stehen in fünf Wahlkreisen insgesamt acht Wahlurnen bereit. Wer mitmachen will, kann zu folgenden Orten gehen:
Im ersten Wahlkreis steht eine Urne bei 'heimaten' in der Rauchstraße 29/30. Im zweiten Wahlkreis gibt es drei Möglichkeiten: bei der Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben am Reformationsplatz 4a, im Caritas Beratungszentrum in der Galenstraße 39 und bei 'HÎNBÛN' am Brunsbütteler Damm 17. Im dritten Wahlkreis ist die Urne bei 'HeimatHavel' in der Schwielowseestraße 20 zu finden. Im vierten Wahlkreis können die Stimmen im Staakentreff in der Obstallee 22 e oder bei 'BENN Staaken' in der Südekumzeile 56 abgegeben werden. Im fünften Wahlkreis steht die Urne bei der agens GmbH in der Altonaer Straße 107.
Das Bezirksamt bittet darum, betroffene Menschen aktiv auf dieses Angebot anzusprechen. Am 16. September 2026 werden dann die Ergebnisse dieser symbolischen Wahl präsentiert. Es bleibt abzuwarten, wie viele Menschen von diesem Angebot Gebrauch machen und welches politische Bild dabei herauskommt.