Berlin-Reinickendorf weiht Gedenkplatte für Beate Fischer ein
Am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, fand in Berlin-Reinickendorf (Berlin) eine Gedenkfeier statt. Das Bezirksamt hat dort eine Gedenkplatte eingeweiht. Sie befindet sich an der Emmentaler Straße 97. Genau an dieser Stelle passierte vor vielen Jahren das Verbrechen.
Beate Fischer war 32 Jahre alt, als sie am 23. Juli 1994 getötet wurde. Vier Männer aus der rechtsextremen Skinhead-Szene hatten sie über mehrere Stunden misshandelt und gefoltert. Die Tat war von extremer Gewalt und Frauenhass geprägt.
Lange Zeit wurde der politische Hintergrund der Tat nicht vollständig anerkannt. Erst im Jahr 2018 wurde Beate Fischer offiziell als Todesopfer rechter Gewalt in die entsprechende Liste aufgenommen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse hatten dies möglich gemacht.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner nahm an der Feier teil. Sie betonte, dass Beate Fischer nicht nur als Opfer gesehen werden dürfe, sondern als Mensch, als Mutter, Tochter und Freundin. Mit der Platte solle die Erinnerung an sie im Bezirk dauerhaft gesichert werden. Die Stadt will damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Menschenverachtung setzen.
Die Gedenkplatte ist nun für alle Passanten sichtbar im öffentlichen Raum installiert. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.