Berlin-Reinickendorf plant mehr Schatten gegen die Hitze
Die extremen Hitzetage der letzten Woche waren ein Weckruf für die Stadtplanung. In Berlin-Reinickendorf (Berlin) soll es nun strategisch angegangen werden, dass die Straßen und Plätze im Sommer nicht mehr so stark aufheizen. Das Bezirksamt hat dafür ein sogenanntes Freiraumkonzept inklusive eines konkreten Maßnahmenplans veröffentlicht.
Das Ziel ist es, die öffentlichen Flächen so umzubauen, dass sie mehr Schatten spenden und das Stadtklima verbessern. Konkret bedeutet das: Es sollen mehr Bäume gepflanzt werden und versiegelte Flächen wieder aufgebrochen werden, damit Regenwasser besser versickern kann. Das Prinzip nennt sich „Schwammstadt“. So wird die Umgebung natürlich gekühlt.
Besonders wichtig sind dabei Orte, an denen sich Menschen aufhalten. Spielplätze und Sportflächen sollen gezielt verschattet werden, damit Kinder und Sportler nicht in der prallen Sonne stehen. Auch die Wege durch den Bezirk sollen attraktiver und kühler gestaltet werden.
Bezirksstadträtin Korinna Stephan betont, dass Hitzeschutz eine soziale Frage ist. Wer keinen eigenen Garten oder eine kühle Wohnung hat, ist auf öffentliche Parks und kühle Plätze angewiesen. Vor allem ältere Menschen und Kinder leiden stärker unter der Hitze und sollen durch die Maßnahmen geschützt werden.
Das Konzept dient dem Bezirk nun als Fahrplan. Mit diesem Plan will das Bezirksamt entscheiden, welche Projekte zuerst umgesetzt werden und wie man gezielt Fördermittel für den Umbau der Freiräume bekommt. Das Dokument kann ab sofort auf der Internetseite des Bezirksamtes heruntergeladen werden.