Berlin Mitte feiert Faire Woche mit Kaffeebauern
Im Bezirk Mitte (Berlin) dreht sich im September alles um fairen Handel. Vom 10. bis zum 17. September findet dort die sogenannte Faire Woche statt. Der Anlass ist doppelt: Zum einen besucht eine Gruppe von rund 20 Vertretern aus mittelamerikanischen Kaffeekooperativen die Stadt. Der Bezirk möchte die Chance nutzen, dass die Produzenten direkt vor Ort sind, um sich mit ihnen auszutauschen.
Zudem wurde Mitte erneut als Fairtrade-Bezirk ausgezeichnet. Das Amt engagiert sich bereits seit 2014 für nachhaltigen Konsum. Weil die Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne weiterhin erfüllt werden, darf der Bezirk den Titel für zwei weitere Jahre behalten.
Das Programm startet am 10. September mit einer Konferenz über ökologische Kaffeeproduktion. Gemeinsam mit dem Verein Fairbindung e. V. und der Botschaft von Guatemala diskutieren die Gäste über Biodiversität und gerechte Handelswege. Diese Veranstaltung ist jedoch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Am 15. September wird es für alle Bürger interessant. Um 9 Uhr hisst Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger die Fairtrade-Fahne am Rathaus Tiergarten. Danach gibt es einen öffentlichen Stadtrundgang durch Mitte und Neukölln. Die Teilnehmer besuchen Orte wie den Weltladen „sophiefair“ und das Baumhaus. Dabei können die Besucher direkt mit den Kaffeebauern aus Mittelamerika sprechen.
Zum Abschluss der Woche gibt es am 17. September einen Filmabend. Gezeigt wird der Film „Los Civilizadores“ von Uli Stelzner. Das Werk befasst sich mit deutschen Kaffeeplantagen in Guatemala und der Ausbeutung indigener Arbeiter. Im Anschluss an den Film erklären die Vertreter der Kooperativen, wie diese koloniale Geschichte den Handel bis heute beeinflusst.
Weitere Informationen zum Programm gibt es auf der Internetseite der kommunalen Entwicklungspolitik des Bezirksamts Mitte.