Berlin: Hufelandstraße wird zur Fahrradstraße
In Berlin (Prenzlauer Berg) wird die Hufelandstraße im Bötzowviertel zur Fahrradstraße. Nachdem im letzten Herbst bereits das Kopfsteinpflaster geglättet wurde, geht es nun in die zweite Phase. Ab dem 29. Juli 2026 starten die Arbeiten, die voraussichtlich fünf Wochen dauern werden.
Das bedeutet für alle Anwohner und Besucher: Die Hufelandstraße wird für Autos komplett gesperrt. Das gilt auch für die Kreuzungen mit der Esmarchstraße, der Bötzowstraße und der Hans-Otto-Straße. Wer dort parkt oder die Carsharing-Ladesäulen nutzt, muss sich ebenfalls verabschieden, da diese Flächen während der Bauzeit nicht genutzt werden können. Die Parkplätze werden erst nach und nach wieder freigegeben.
Ausnahmen gibt es für die Müllabfuhr, die Feuerwehr und Rettungsdienste. Auch Lieferverkehr und die Zufahrten zu den Tiefgaragen bleiben möglich.
Auf einer Strecke von über 600 Metern zwischen der Greifswalder Straße und der Straße Am Friedrichshain passiert nun einiges. Die Arbeiter bringen Markierungen auf die Fahrbahn, stellen neue Schilder auf und schleifen letzte Stellen am Pflaster glatt. Besonders die Bereiche zwischen der Fahrgasse und den Parkstreifen werden nachbearbeitet. Außerdem kommen Fahrradbügel und die typischen Zeichen für Fahrradstraßen an die Straße.
Wenn die Baustelle weg ist, sieht die Straße anders aus: Sie wird vier Meter breit sein und grüne Streifen am Rand sowie rote Markierungen an den Kreuzungen bekommen. Radfahrer haben dort Vorrang und dürfen nebeneinander fahren. Für alle gilt ein Tempo von maximal 30 km/h. Autos dürfen die Straße dann nur noch befahren, wenn sie ein berechtigtes Anliegen haben, zum Beispiel wenn sie dort wohnen, einkaufen oder zum Arzt müssen. Es wird also ein Schild „Anlieger frei“ aufgestellt.
Zusätzlich gibt es fünf feste Zonen zum Be- und Entladen für Handwerker, den Handel und die Gastronomie sowie für Privatpersonen.
Insgesamt wurden auf der Strecke rund 3.700 Quadratmeter Pflaster geschliffen. Das ist mehr als die Fläche eines halben Fußballfeldes. Wissenschaftler beobachten das Projekt genau. Sie prüfen unter anderem, ob es weniger Lärm gibt und wie gut die Straße griffig ist. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen im Herbst 2026 veröffentlicht werden.