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Berlin führt neuen Standard gegen Vogelschlag ein

Millionen Vögel sterben jedes Jahr, weil sie gegen Glasscheiben fliegen. Nun hat Berlin eine neue Hilfe für Planer und Bauherren veröffentlicht, um das zu verhindern.

In Deutschland sterben jedes Jahr Millionen Vögel, weil sie gegen Glasflächen prallen. Besonders gefährlich sind große Fensterfronten, spiegelnde Scheiben oder transparente Lärmschutzwände an Straßen. Auch in Berlin (Hauptstadt Deutschlands) ist das ein großes Problem.

Um das zu ändern, haben zwei Senatsverwaltungen im Juni 2026 eine sogenannte „Beurteilungshilfe zur Einschätzung des Kollisionsrisikos an Glasflächen“ herausgebracht. Das ist im Grunde ein einheitlicher fachlicher Standard für die ganze Stadt. Damit wird genau festgelegt, wie man das Risiko für Vögel bei Gebäuden bewertet und wie man Unfälle vermeiden kann.

Die neue Regelung soll schon ganz am Anfang helfen, also bei der Planung der Häuser. Das Land Berlin möchte damit zeigen, dass moderner Architektur und Artenschutz zusammenpassen. Die Beurteilungshilfe dient als Werkzeug für Behörden, Planungsbüros sowie private und öffentliche Bauherren. Sie übersetzt wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Tipps für die Baustelle.

Entgegen einiger Meinungen erlaubt das aktuelle Baurecht diesen Schutz bereits. Die neuen Vorgaben machen es nun einfacher, den Vogelschutz direkt in die Bauleitplanung einzubauen, bevor der erste Stein gesetzt wird. Ziel ist es, dass solche Lösungen in Zukunft zum Standard bei jedem Bauprojekt werden.

Ob die neuen Vorgaben in der Praxis konsequent umgesetzt werden und wie viele Vögel dadurch konkret gerettet werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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