Berlin führt neuen Preis für Buchhandlungen ein
Berlin (Hauptstadt Deutschlands) will seine kleinen Buchläden unterstützen. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe führt ab dem Jahr 2027 den Berliner Buchhandlungspreis ein. Damit sollen Läden belohnt werden, die durch ein besonderes Sortiment, ein kluges Konzept oder tolle Veranstaltungen überzeugen.
Insgesamt sechs unabhängige Buchhandlungen sollen jedes Jahr einen Preis erhalten. Es gibt jedoch feste Regeln, wer mitmachen darf: Die Läden müssen in Berlin ihren Sitz haben und inhaber- oder genossenschaftlich geführt sein. Zudem dürfen sie maximal fünf Filialen haben und einen Jahresumsatz von höchstens einer Million Euro machen.
Das Geld ist bereits eingeplant. Für den Start im Jahr 2027 und die Vorbereitungen stellt die Stadt insgesamt 125.000 Euro bereit. Eine Fachjury entscheidet dann, wer die Preise bekommt. Der größte Preis, der Große Berliner Buchhandlungspreis, ist mit 20.000 Euro dotiert. Zwei weitere Preise bringen jeweils 12.000 Euro ein. Drei weitere Läden, die es auf die Shortlist geschafft haben, erhalten eine Anerkennung von jeweils 5.000 Euro.
Organisiert wird das Ganze vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. Die Politik betont, dass Buchhandlungen wichtige Orte für die Demokratie und den persönlichen Austausch sind, was der Online-Handel so nicht bieten könne.
Wie genau die Bewerbung funktioniert und wann die Termine sind, wird die Stadt Anfang 2027 bekannt geben.