Berlin fördert 33 Projekte gegen Antisemitismus
In Berlin (Hauptstadt und Land der Bundesrepublik Deutschland) gibt es neue finanzielle Unterstützung im Kampf gegen den Hass. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat die vierte Runde ihres Aktionsfonds abgeschlossen. Insgesamt fließen 3.833.264 Euro in Projekte, die sich gegen Antisemitismus einsetzen.
Das Interesse an der Förderung war riesig: 144 verschiedene Träger haben sich beworben. Eine Fachjury aus Experten hat die Anträge geprüft und am Ende 33 Projekte ausgewählt. Die Unterstützung ist für die Jahre 2026 und 2027 geplant.
Die geförderten Projekte sind sehr unterschiedlich. Es geht zum Beispiel um Sportprogramme wie „Anstoss gegen Antisemitismus“ der Sportjugend im Landessportbund oder Kunstprojekte im Hellersdorfer Zentrum für Demokratie, Kultur und Politik. Auch im Gesundheitswesen wird gearbeitet, so plant die Charité eine Prävention gegen Antisemitismus. Andere Ansätze nutzen Popkultur, Gaming oder Filme, um aufzuklären und den Dialog zu fördern.
Besonders hervorgehoben wird, dass die Projekte oft direkt in den Kiezen oder an Hochschulen ansetzen. So gibt es etwa einen jüdisch-muslimischen Jugenddialog von Building Bridges e.V. oder Projekte in Neukölln, die Stimmen gegen den Hass bündeln.
Staatssekretär Alexander Straßmeir betonte, dass die Stadt ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Hetze brauche. Die Auswahl der Projekte übernahm eine Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Dani Kranz vom Tikvah Institut sowie weiteren Experten aus Museen und Stiftungen.
Welche konkreten Ergebnisse die Projekte in den kommenden zwei Jahren liefern, wird sich zeigen, wenn die Umsetzung beginnt.