Berlin: Diskussion über Welterbe-Status der Waldsiedlung Zehlendorf
Seit dem 26. Juli 2026 ist die Waldsiedlung Zehlendorf (Berlin) Teil des UNESCO-Welterbes. Sie gehört nun zusammen mit sechs weiteren Siedlungen der Berliner Moderne zu dieser Liste. Damit wird die besondere Art des sozialen Wohnungsbaus aus dem 20. Jahrhundert international gewürdigt.
Doch für die Menschen, die dort wohnen, bringt dieser Titel Fragen mit sich. Deshalb gibt es am Donnerstag, den 27. August, eine offene Diskussionsrunde. Von 15:00 bis 16:30 Uhr treffen sich Vertreter des Bezirks und des Denkmalamts mit den Bürgern auf dem Marktplatz beim westlichen U-Bahn-Ausgang.
Im Mittelpunkt stehen die Sorgen und Wünsche der Anwohner. Es soll geklärt werden, was die Menschen von der Auszeichnung erwarten und was sich durch das Nominierungsverfahren bereits verändert hat. Die Stadt möchte wissen, was an der Siedlung unbedingt erhalten bleiben muss und wo es Verbesserungen braucht.
Vor Ort sind unter anderem Bezirksstadtrat Patrick Steinhoff sowie Experten vom Landesdenkmalamt, darunter Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut. Sie wollen gemeinsam mit den Eigentümern und Bewohnern einen Plan entwickeln, wie man den Denkmalschutz und den Alltag im Wohnviertel in den nächsten 20 Jahren vereinbaren kann.
Die Antworten und Kritikpunkte der Bürger werden auf dem Marktplatz gesammelt. Diese Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere Arbeit an der Waldsiedlung dienen.