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Berlin: Dialog-Teams suchen Fahrgäste in Bahn und Tram

In den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg starten Moderationsteams in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie wollen mit den Menschen über das Leben im Kiez sprechen.

In Berliner Bahnen und Straßenbahnen wird es in nächster Zeit lebhafter. Die Bezirksämter Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg (Berlin) haben ein neues Projekt namens „metro_polis berlin“ gestartet. Bis Dezember 2026 sind dort geschulte Teams unterwegs, die einfach auf Fahrgäste zugehen und Gespräche anfangen.

Konkret passiert das auf den Tram-Linien M5, M6 und M17 sowie auf den S-Bahnen 5, 7 und 75. Die Teams laden die Leute ein, über verschiedene Sichtweisen zu reden und einander zuzuhören. Die erste große Frage, die die Moderatoren stellen, ist: „Lebenswerter Kiez: Was brauchen Sie, um hier gut und gerne leben zu können?“

Die Idee dahinter ist, dass die Politik direkt von den Menschen erfährt, was im Alltag wirklich wichtig ist. Oft nutzen die Leute klassische Angebote zur Beteiligung, wie etwa Bürgerversammlungen, gar nicht. Durch die Gespräche in der Bahn sollen nun auch diese Stimmen gehört werden. Das Konzept ist nicht neu und wurde bereits in Städten wie Dresden, Chemnitz, München oder in der Lausitz ausprobiert.

Alles, was in den Gesprächen herauskommt, wird aufgeschrieben und aufbereitet. Diese Ergebnisse gehen dann an die Verwaltung und die Politiker zurück. Wenn die Testphase vorbei ist, werden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt.

Finanziert wird das Ganze über das Programm „Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften (BENN)“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Die KulturMarktHalle führt das Projekt zusammen mit dem Verein metro_polis e.V. aus.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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