Berlin: Bäume Am Spreebord sollen gefällt werden
Am Spreebord (Berlin) sollen Bäume weichen. Das landeseigene Unternehmen BEW plant, die Bäume abzuholzen, um Platz für temporäre Umkleideräume für die Arbeiter einer Baustelle zu schaffen. Zuvor wurde versucht, die Fällungen juristisch zu verhindern. Doch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat am 21. August 2026 klar entschieden: Es gibt keine rechtliche Möglichkeit, die Maßnahmen zu stoppen.
Nun fordert Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger, dass die Politik eingreift. Er sieht einen Widerspruch im Verhalten der Stadt. Einerseits wolle Berlin im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in den nächsten Jahren etwa 40.000 neue Bäume pflanzen und den Baumbestand durch das Klimaanpassungsgesetz schützen. Andererseits fälle ein eigener Betrieb der Stadt nun gesunde Bäume für einfache Umkleidekabinen.
Laut Schruoffeneger gäbe es Alternativen, um die Bäume zu retten. Das habe eine gemeinsame Begehung mit Staatssekretär Kraus vor einigen Wochen gezeigt. Da der Weg über die Gerichte gescheitert ist, bleibt nur noch eine politische Entscheidung, um den Baumbestand Am Spreebord zu sichern.
Ob die Politik den Plan der BEW tatsächlich stoppt oder die Bäume gefällt werden, ist derzeit noch offen.