Berlin: Anklage nach Messerattacke in Alt-Moabit
Alles begann am 8. April 2026 gegen 4 Uhr morgens in einem Lokal in der Straße Alt-Moabit (Berlin). Dort geriet einer der zwei 25-jährigen Männer in einen Streit mit der Wirtin. Ein 30-jähriger Gast versuchte, den Mann daran zu hindern, hinter den Tresen zu gelangen. Es kam zu einer Rangelei, die andere Zeugen im Lokal jedoch schnell beenden konnten.
Nachdem die Beteiligten das Lokal verlassen hatten, verabredeten sich die beiden 25-Jährigen offenbar zu einem Angriff auf den 30-Jährigen. Einer von ihnen hatte wohl schon beschlossen, ein Messer zu benutzen, um das Opfer zu töten. Ob sein Komplize davon wusste, konnten die Ermittler nicht mit Sicherheit feststellen.
Als das Opfer das Gebäude verließ, griffen die beiden Männer ihn an. Während einer den 30-Jährigen mit Schlägen und Tritten attackierte, stach der andere ihm mehrfach in den Bauch und in die Brust. Ein Zeuge griff ein, brachte den Angreifer mit dem Messer zu Boden und nahm ihm die Waffe weg. Während der Zeuge den Mann festhielt, versuchte der zweite Angreifer, ihn durch Tritte ins Gesicht zu befreien.
Das Opfer überlebte die schweren Verletzungen nur dank einer Notoperation im Krankenhaus. Der Hauptbeschuldigte sitzt seit dem 9. April 2026 in Untersuchungshaft, nachdem das Amtsgericht Tiergarten einen Haftbefehl erlassen hatte.
Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage beim Landgericht Berlin I erhoben. Einem der Männer wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, dem anderen versuchte Nötigung und gefährliche Körperverletzung. Eine Schwurgerichtskammer muss nun entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird. Es gilt die Unschuldsvermutung.