Berlin: Angriff auf Politiker in Steglitz
Es war kurz vor eins mittags, als ein 28-jähriger Politiker in Berlin-Steglitz (Berlin) Wahlwerbung verteilte. Er stand in der Liebenowzeile vor einem Supermarkt und sprach mit den Bürgern über die anstehende Wahl zum Abgeordnetenhaus.
Plötzlich kam ein Mann auf ihn zu. Der Unbekannte soll laut Polizei volksverhetzende Dinge gerufen haben. Der Politiker forderte ihn daraufhin auf, mit den Aussagen aufzuhören. Doch der Mann hörte nicht auf. Er beschimpfte den 28-Jährigen weiter und benutzte dabei antisemitische Beleidigungen.
Dann wurde die Situation gewalttätig. Der Mann versuchte, dem Politiker mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Er traf ihn jedoch nicht. Nach dem Angriff lief der Angreifer weg.
Später konnte die Polizei den Verdächtigen ausfindig machen. Es handelt sich um einen 68-jährigen Mann. Er muss sich nun mit mehreren Vorwürfen auseinandersetzen. Die Beamten ermitteln gegen ihn wegen des Verdachts der Körperverletzung, der Volksverhetzung und der Beleidigung. Wegen der Art des Angriffs hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.