Bensheim testet Warnsysteme: Sirenenalarm am 10. September
Wer am 10. September in Bensheim (Landkreis Bergstraße, Hessen) unterwegs ist, muss sich nicht erschrecken: Ab 11 Uhr heulen die Sirenen. Es ist kein echter Notfall und hat auch nichts mit dem Winzerfest zu tun, sondern ist Teil eines bundesweiten Tests. Gegen 11.45 Uhr erfolgt dann die Entwarnung.
Die Stadt will prüfen, ob die Technik funktioniert und ob die Menschen wissen, was die verschiedenen Töne bedeuten. Neben den Sirenen werden auch Warn-Apps und das Radio genutzt. Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn betont, dass die Warnung nur dann hilft, wenn die Technik läuft und die Bürger die Signale richtig deuten können.
In Bensheim gibt es gerade eine Besonderheit: Die Stadt tauscht alte Motorsirenen gegen moderne elektronische Anlagen aus. Bis Ende 2025 wurden bereits zehn neue Sirenen installiert. Diese neuen Geräte haben eine größere Reichweite und funktionieren dank Akkus auch bei einem Stromausfall. Außerdem werden die Steuergeräte auf den Digitalfunkstandard TETRA umgerüstet, da die alten analogen Frequenzen in Hessen bald abgeschaltet werden.
Weil die Umstellung noch läuft, könnten am Warntag unterschiedliche Töne zu hören sein. Die neuen digitalen Sirenen geben das Signal zur „Warnung der Bevölkerung“ aus. Die alten analogen Sirenen nutzen hingegen noch die Tonfolge, die eigentlich die Feuerwehr alarmiert.
Die Stadt gibt folgende Tipps für die Signale: Ein auf- und abschwellender Heulton bedeutet Gefahr. Man sollte dann sofort Radio oder Fernsehen einschalten oder in einer Warn-App nachsehen. Ein gleichbleibender Heulton bedeutet hingegen Entwarnung.
Wer mehr wissen will, findet Informationen unter www.bensheim.de/gut-vorbereitet oder auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de.
Quelle: Bensheim – zur Originalmeldung