Bempflingen gibt Obst an markierten Bäumen frei
In vielen Gärten und auf Wiesen verfault das Obst an den Streuobstbäumen einfach, weil die Besitzer es nicht mehr selbst ernten können oder zu viel davon haben. Das will die Gemeinde Bempflingen (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg) nun ändern und beteiligt sich an der Aktion „Gelbes Band“.
Das Prinzip ist einfach: Besitzer von Streuobstwiesen können ihre Bäume mit einem gelben Papierband markieren. Dieses Band ist das Signal für alle Passanten, dass die Früchte an diesem Baum frei zum Pflücken sind. Wer also ein gelbes Band sieht, darf sich dort bedienen und das Obst für Kuchen, Marmeladen oder Säfte nutzen.
Die gelben Markierungsbänder können die Besitzer im Rathaus in der Metzinger Straße 3 abholen. Das Gebäude ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 07.30 bis 12.00 Uhr geöffnet. Am Dienstagnachmittag gibt es zudem eine Sprechstunde von 16.00 bis 19.00 Uhr.
Für die Leute, die ernten gehen, gibt es ein paar einfache Regeln: Die Wiese soll sauber hinterlassen werden. Es ist verboten, auf die Bäume zu klettern oder Äste abzureißen. Man soll nur das Obst pflücken, das in Reichweite ist, oder die Früchte vom Boden aufsammeln.
Wer gezielt nach Obst, Grundstücken oder Hilfe bei der Ernte sucht, kann die kostenlose Streuobstwiesen-Börse unter www.streuobstwiesen-boerse.de nutzen. Weitere Details gibt es auf der Homepage der Obst- und Gartenbauberatung des Landkreises Esslingen.
Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Ernten ist nur an den Bäumen erlaubt, die wirklich mit dem gelben Band markiert sind. Wer an anderen Bäumen pflückt, begeht einen Diebstahl. Die Besitzer der Wiesen können dies zur Anzeige bringen.