Bell: Brandgeruch sorgte für große Unruhe
Am letzten Samstag breitete sich in Bell (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz) ein intensiver Brandgeruch aus. In der Luft hingen Rauchschwaden, die man vor dem dunklen Wald deutlich sehen konnte. Viele Anwohner fragten sich, ob es nun auch in der eigenen Gemarkung gebrannt hatte.
Die Gemeinde suchte das Gebiet mit einer Rundfahrt ab. Dabei fiel zwar die diesige Luft auf, aber es waren keine Feuer zu finden. Auch vom Wasserbassin aus war kein Brand zu erkennen. Die Situation war jedoch so beunruhigend, dass hunderte besorgte Bürger aus einem großen Teil von Rheinland-Pfalz den Notruf 112 wählten, weil sie Waldbrände in ihrer Nähe befürchteten.
Die Auflösung kam schließlich über die Warn-App Nina. Am 17. August gegen 13:07 Uhr wurde mitgeteilt, dass der Rauch gar nicht aus der unmittelbaren Umgebung stammte. Stattdessen trieb der Wind aus nordwestlicher Richtung die Rauchschwaden aus der Region Monschau und dem Hohen Venn über eine weite Strecke bis nach Bell.
Die extreme Trockenheit hatte das Risiko für Brände drastisch erhöht. Allein am Freitag und Samstag gab es landesweit über 560 Brandeinsätze. Erst am Montag brachte ein Wetterumschwung mit Regen und Kühle die nötige Erleichterung.
Die offizielle Entwarnung zum Rauch- und Brandgeruch über die Nina-App folgte schließlich am Donnerstag, den 20. August, um 20:30 Uhr. Weitere Informationen sind im Portal für den Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz zu finden.
Quelle: Bell – zur Originalmeldung