Bayern führt kleine Volkszählung durch
In Bayern findet aktuell der sogenannte Mikrozensus statt. Das ist eine kleine Volkszählung, die jedes Jahr im ganzen Bundesgebiet durchgeführt wird. Insgesamt sollen in Bayern rund 130.000 Bürger befragt werden. Die erste Hälfte ist bereits geschafft: Etwa 65.000 Menschen haben seit Jahresbeginn Auskunft gegeben. Bis Ende des Jahres werden nun weitere 65.000 Menschen vom Landesamt für Statistik angeschrieben.
Die Auswahl der Haushalte passiert nach einem Zufallsprinzip. Zuerst werden Gebäude ausgewählt. Dann suchen ehrenamtliche Helfer über die Klingelschilder die passenden Haushalte heraus. Diese Helfer können sich mit einem Ausweis ausweisen. Die betroffenen Menschen erhalten dann einen Brief und werden gebeten, die Fragen entweder online oder in einem Telefoninterview zu beantworten. Für die Telefonate sind in Bayern etwa 130 geschulte Mitarbeiter im Einsatz.
Wer ausgewählt wurde, muss gesetzlich mitmachen und Auskunft geben. Die Daten helfen dem Staat, politische Entscheidungen besser zu planen. So lässt sich zum Beispiel sehen, wie sich die Größe von Haushalten über 60 Jahre verändert hat oder wie es finanziell um Mütter in Partnerschaften steht. Auch Themen wie die Armutsgefährdung werden so untersucht.
Der Mikrozensus unterscheidet sich vom großen Zensus vor allem dadurch, dass er jedes Jahr stattfindet und nur einen Prozent der Bevölkerung betrifft. Die Fragen sind jedoch ausführlicher als bei der großen Volkszählung alle zehn Jahre.
Weitere Informationen gibt es unter https://www.statistik.bayern.de/statistik/gebiet_bevoelkerung/mikrozensus/index.html.
Quelle: Goldbach – zur Originalmeldung