Bautzen: Langjähriges Landverfahren bei Salzenforst beendet
In Bautzen (Sachsen) ist ein riesiges Projekt beendet, das fast zwei Jahrzehnte gedauert hat. Es ging um die sogenannte Ländliche Neuordnung S 106 Salzenforst. Insgesamt waren rund 518 Hektar Land betroffen. Das Gebiet erstreckte sich über mehrere Teile der Stadt Bautzen sowie über den Bereich Cölln in der Gemeinde Radibor.
Der Grund für das Ganze war der Bau des Autobahnzubringers S 106. Durch die neue Straße und die nötigen Ausgleichsmaßnahmen veränderte sich die Landschaft stark. Viele Landwirte und Eigentümer verloren Flächen oder hatten plötzlich Probleme, auf ihre Felder zu kommen. Das Verfahren sollte nun regeln, wer welches Land bekommt, damit die Landwirtschaft dort weiter funktionieren kann und die Nachteile für die Betroffenen so gering wie möglich bleiben.
Die Stadt Bautzen hat durch den Prozess wichtige Flächen für sich gewonnen. Vor allem in den Gemarkungen Teichnitz, Großwelka, Lubachau, Salzenforst und Schmochtitz konnte die Stadt Verkehrs- und Gewässerflächen übernehmen. Diese sind wichtig für die öffentliche Infrastruktur vor Ort.
Am 20. August gab es eine Abschlussveranstaltung. Bürgermeister Dr. Robert Böhmer betonte dabei, dass die Zeitspanne von fast 22 Jahren fast einem halben Arbeitsleben entspricht. Es war ein schwieriger Weg, weil alte Eigentumsverhältnisse und Gemeindegrenzen aufeinandertrafen, die teilweise noch aus religiösen Aufteilungen der Vergangenheit stammten.
Neben dem Bürgermeister waren auch die Bürgermeisterin von Radibor, Madelaine Rentsch, der Beigeordnete des Landkreises Jörg Szewczyk und der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Björn Schober anwesend. Als kleines Andenken an die lange Zeit und die gemeinsame Arbeit wurde zum Abschluss eine Bank enthüllt.
Mit dem Autobahnzubringer, der neuen Umgehungsstraße und der Ansiedlung von Industrie hat sich die Gegend um Salzenforst und Cölln in den letzten Jahren komplett gewandelt. Die Neuordnung der Flächen bildet nun die rechtliche Basis für die Zukunft der Region.
Quelle: Bautzen – zur Originalmeldung