Bauministerin Geywitz besucht Wohnprojekte in Bremen und Bremerhaven
Bundesbauministerin Klara Geywitz war am 19. August 2022 zu Besuch in Bremen und Bremerhaven. Begrüßt wurde sie im Rathaus von Bürgermeister Andreas Bovenschulte und der Bausenatorin Maike Schaefer. Gemeinsam besuchten sie verschiedene Baustellen und Projekte, um zu sehen, wie in der Region neuer Wohnraum entsteht.
Zuerst ging es in die Gartenstadt Vahr. Dort zeigte Christian Jaeger von der Gewoba AG das Bauprojekt mit dem Namen "Tarzan und Jane". Das Besondere an diesen Häusern ist, dass sie nach einem festen System gebaut werden. Das ist günstiger, geht schneller und die Gebäude sind barrierefrei. Zudem gibt es auf den Dächern Solaranlagen. Die Gewoba hat diesen Haustyp bereits achtmal gebaut, unter anderem auch in Huchting. Es gibt dort Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, von denen einige preisgebunden sind.
Ein weiteres Konzept, der sogenannte "Bremer Punkt", wurde ebenfalls vorgestellt. Beide Ansätze sollen zeigen, dass man schnell und günstig bauen kann, ohne dass die Viertel am Ende langweilig aussehen.
Danach führte die Reise nach Bremen-Nord. Dort besuchte die Ministerin die Fliegerhalle auf dem Gelände der alten Wollkämmerei. In diesem Gebäude wird mit Geld aus Bundesmitteln eine Schwimmhalle errichtet. Zum Abschluss der Reise ging es nach Bremerhaven ins Werftquartier. Dort plant die Van-Ronzelen-Gruppe ein großes Projekt für ökologisches und soziales Wohnen.
Die Zahlen hinter den Projekten sind beachtlich: Seit 2012 hat der Bund etwa 90 Millionen Euro in Bremen und Bremerhaven investiert. Dadurch entstanden knapp 3.200 geförderte Wohnungen, wovon rund 1.300 bereits fertig sind. Für die Zukunft plant der Senat im September ein neues Wohnraumförderprogramm.
Neben den Gebäuden sprachen die Politiker auch über die Probleme im Bauwesen. Hohe Energiekosten, fehlendes Material und steigende Zinsen machen es derzeit schwer, neue Wohnungen zu bauen. Deshalb ist die finanzielle Hilfe aus Berlin so wichtig. Ministerin Geywitz kündigte an, dass der Bund zwischen 2022 und 2026 insgesamt 14,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereitstellt.
Ein weiteres Thema war die Wiederbelebung der Innenstädte nach der Corona-Pandemie. Bremen investiert sechs Millionen Euro, um die City wieder attraktiver zu machen, etwa mit dem Stadtmusikantenhaus. Zudem wurde über eine Reform des Wohngeldes diskutiert. Bürgermeister Bovenschulte und Senatorin Schaefer forderten, dass die Anträge einfacher bearbeitet werden müssen und mehr Menschen einen Zuschuss für die Heizkosten bekommen.
Ob und wie die geforderten Änderungen am Wohngeldgesetz umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen zu den konkreten Förderprogrammen dauern an.