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Bauhöfe im Landkreis München jagen fremde Pflanzen

Copyright und Urheber siehe Ismaning

Rund 40 Mitarbeiter aus 14 Gemeinden haben gelernt, wie man invasive Pflanzen erkennt und richtig entfernt, um die heimische Natur zu schützen.

In den vergangenen Wochen haben sich Bauhofmitarbeiter aus dem Landkreis München mit einem besonderen Problem beschäftigt: den sogenannten Neophyten. Das sind Pflanzen, die ursprünglich nicht aus unserer Region kommen, sondern durch Menschen aus anderen Teilen der Welt hierher gebracht wurden. Wenn diese Arten zu stark wachsen, verdrängen sie die heimischen Pflanzen und schaden der Natur.

Damit die Mitarbeiter der Gemeinden wissen, wie sie diese Pflanzen sicher bekämpfen, wurde ein Schulungsprogramm organisiert. Die Klimaschutzmanager Anja Lef aus Ismaning (Landkreis München, Bayern), Stefanie Morgenstern aus Schäftlarn und Dominik Dirschmid aus Putzbrunn haben das Ganze geplant. Zuerst gab es eine Online-Schulung. Dort erklärten Susanne May und Benjamin Dinzinger vom Landratsamt München, wie sich die Pflanzen ausbreiten und wie man sie fachgerecht beseitigt.

Nach der Theorie ging es in die Praxis. An drei verschiedenen Standorten in Pullach, Ismaning und Hohenbrunn konnten die Mitarbeiter direkt im Gelände mitarbeiten. Im Fokus standen fünf Arten: die Kanadische Goldrute, das Einjährige Berufkraut, die Herkulesstaude, der Japanische Staudenknöterich und das Drüsige Springkraut. Die Teams lernten, die Pflanzen zu identifizieren und sie korrekt zu entfernen.

Dabei war besondere Vorsicht geboten. Die Herkulesstaude ist zum Beispiel gefährlich, weil ihr Pflanzensaft in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Hautreaktionen auslösen kann.

Insgesamt nahmen rund 40 Menschen an den Terminen teil. Die Gemeinden wollen so ein einheitliches Vorgehen im gesamten Landkreis sicherstellen. Das ist wichtig, weil bestimmte invasive Arten durch steigende Temperaturen und veränderte Bedingungen in Zukunft zusätzliche Vorteile bei der Ausbreitung erhalten könnten. Ein frühes und abgestimmtes Handeln soll die Artenvielfalt im Landkreis München bewahren.

Wer mehr über die invasiven Pflanzen wissen will, findet weitere Informationen auf der Projektplattform unter mein-landkreis-muenchen.de/page/page5959.

Quelle: Ismaning – zur Originalmeldung

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