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Bauernhofkino in Rohr begeistert Besucher

Copyright und Urheber siehe Landkreis Kelheim

Ein Bio-Streuobsthof wurde kurzerhand zum Kinosaal umfunktioniert. Rund 50 Gäste kamen nach Rohr, um einen preisgekrönten Film über ökologische Landwirtschaft zu sehen.

Am Sonntagabend hieß es in Rohr (Landkreis Kelheim, Bayern) Kino einmal anders. Statt in einen dunklen Saal zu gehen, trafen sich etwa 50 Leute auf dem Bio-Streuobsthof der Familie Stöckl. Die Öko-Modellregion Kelheim hatte zum ersten Bauernhofkino dieser Art im Landkreis eingeladen. Der Andrang war so groß, dass sogar mehr Menschen kamen, als ursprünglich angemeldet waren. Alle Plätze waren schließlich belegt.

Bevor der Film startete, gab es eine Führung über den Betrieb. Georg Stöckl zeigte den Gästen seinen Hof und erklärte, wie er die Landwirtschaft auf Bio umgestellt hat. Sein Sohn Lorenz stellte die Bio-Streuobst-Schorle namens „Lilo“ vor, die bereits zwei Preise gewonnen hat. Die Besucher konnten die drei verschiedenen Sorten probieren und bekamen eine kleine Brotzeit dazu.

Die Gäste durften auch einen Blick in die Verarbeitung werfen. In der hofeigenen Presse wird das Obst zu Saft gepresst, der dann erhitzt und abgefüllt wird. Außerdem gibt es dort Marmelade, Mus und getrocknetes Obst. Diese Produkte werden im Hofladen verkauft. Da der aktuelle Laden noch im Obstlager untergebracht ist, wurde den Besuchern auch der neue Hofladen gezeigt, der gerade gebaut wird und noch dieses Jahr eröffnen soll.

Danach ging es zum Hauptprogramm: dem Dokumentarfilm „Der Bauer, der das Gras wachsen hört“ von Regisseur Bertram Verhaag. Der Film handelt von Michael Simml, der schon in den 1980er-Jahren im Bayerischen Wald auf Bio umstieg, als das noch nicht normal war. Das Besondere war, dass Michael Simml und seine Frau Agnes persönlich dabei waren. Simml erzählte humorvoll, dass er anfangs gar keinen Film über sich wollte. Erst als er merkte, wie wenig die Politik über die echte Landwirtschaft wusste, stimmte er zu. Der gesamte Film wurde in nur acht Tagen gedreht.

Nach der Vorführung diskutierten die Gäste rege mit Simml. Es ging um seine Leidenschaft für den Boden und die Nährstoffe, aber auch um Tipps für den eigenen Gemüsegarten. Die Veranstaltung wurde von der Öko-Modellregion Kelheim organisiert, einem Projekt des Landkreises, das regionale und ökologische Landwirtschaft fördern will.

Quelle: Landkreis Kelheim – zur Originalmeldung

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