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Balve lockt Medizinstudentinnen in die Hausarztpraxis

Copyright und Urheber siehe Märkischer Kreis

Zwei angehende Ärztinnen haben in Balve Einblicke in den Praxisalltag auf dem Land gesammelt. Das Projekt soll helfen, die medizinische Versorgung in der Region zu sichern.

Antonia Landwehr und Celina Prade studieren Medizin an der Universität Witten/Herdecke. Beide befinden sich im achten Semester. Im Rahmen des Projektes „Localhero“ haben sie in Balve (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) gearbeitet, um zu sehen, wie es in einer Hausarztpraxis auf dem Land wirklich zugeht.

Antonia Landwehr war bereits zum vierten Mal in der Praxis von Dr. Paul Stüeken tätig. Celina Prade besuchte die Praxis von Dr. Gregor Schmitz zum dritten Mal. Die beiden Studentinnen wurden in den Praxen herzlich aufgenommen. Eigentlich sollte das Projekt im Dezember 2024 enden. Doch weil alle Beteiligten so zufrieden waren, wurde die Laufzeit verlängert. Möglich wurde das durch die Unterstützung der Stadt Balve, der Bürgerstiftung Balve und dem Fachdienst für Pflege des Märkischen Kreises.

Das Ziel des Ganzen ist simpel: Die Studierenden sollen Lust darauf bekommen, später als Hausärzte auf dem Land zu arbeiten. So soll verhindert werden, dass die medizinische Versorgung in der Region schlechter wird. Bei den beiden Frauen scheint das funktioniert zu haben. Beide überlegen nun, ihr ambulantes Praktikum im nächsten Semester ebenfalls in Balve zu machen. Und eines steht fest: Beim Schützenfest wollen sie auf jeden Fall dabei sein.

Aktuell arbeiten die beiden Nachwuchsärztinnen an ihren Doktorarbeiten. Während Antonia Landwehr sich vorstellen kann, später eine eigene Hausarztpraxis zu führen, zieht es Celina Prade eher in die Richtung der Chirurgie.

Das Forschungsprojekt „Localhero“ startete ursprünglich im Januar 2022. Dabei ging es um kurze, fünftägige Praktika in verschiedenen Regionen, darunter auch im Hochsauerlandkreis, in Olpe, Lippstadt und im Siegerland. Die Praxiserfahrungen sollten den Studierenden einen realistischen Blick auf das Leben und Arbeiten in ländlichen Gebieten geben.

Quelle: Märkischer Kreis – zur Originalmeldung

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