Bahnhöfe in Niederrhein: Zwei Männer festgenommen
Am Donnerstagabend kontrollierte die Bundespolizei am Bahnhof Breyell (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) einen 44-jährigen Polen. Der Mann war Fahrgast im Regionalexpress 13 und reiste von Venlo in Richtung Hamm. Als die Beamten seine Personalien überprüften, kam schnell heraus, dass die Staatsanwaltschaft Osnabrück einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt hatte. Der Grund war eine Urkundenfälschung.
Der Mann hätte eine Geldstrafe von 1560 Euro bezahlen müssen. Da er das Geld nicht aufbringen konnte, blieb nur die Alternative: eine 26-tägige Restfreiheitsstrafe. Die Polizisten nahmen ihn daraufhin fest. Nach den Formalitäten im Bundespolizeirevier Kempen wurde er direkt in das Gefängnis nach Willich gebracht, um seine Strafe anzutreten.
Nur wenige Stunden später gab es einen weiteren Einsatz am späten Donnerstagabend. Diesmal kontrollierte die Bundespolizei einen 31-jährigen Ungarn am Bahnhof in Emmerich (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen). Auch hier zeigte der Computer bei der Überprüfung der Daten sofort einen Treffer. Die Staatsanwaltschaft Hannover suchte den Mann wegen Erschleichens von Leistungen.
Die Beamten nahmen den Ungarn direkt vor Ort fest und brachten ihn zur Bundespolizeiinspektion Kleve. Da er die fällige Geldstrafe von 600 Euro nicht bezahlen konnte, muss er nun eine 30-tägige Haftstrafe absitzen. Am Freitagmorgen wurde er in die Justizvollzugsanstalt Kleve eingeliefert.
Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung