Badeverbot am Stausee Oberilzmühle in Salzweg
Im Stausee Oberilzmühle in Salzweg (Landkreis Passau, Bayern) gilt ein Badeverbot. Die Situation hat sich in den letzten Wochen verschlechtert. Schon am 4. August 2026 war das Wasser extrem trüb und roch modrig. Damals bildete sich eine geschlossene Schicht aus Algen über die gesamte Fläche. Man konnte im Wasser gar nichts mehr sehen.
Das Gesundheitsamt Passau hat die Lage erneut geprüft. Am 25. August sah es an der Badestelle kurzzeitig besser aus. Die Sicht betrug etwa einen Meter, und es gab nur wenige Algen. In anderen Bereichen, wie beim Bootsanleger, am Wehr und an der Fischtreppe, blieben die dichten Algenteppiche jedoch bestehen. Die Behörden warnten damals schon, dass der Wind die Algen wieder Richtung Badestelle drücken könnte.
Genau das ist nun passiert. Bei der neuesten Kontrolle am 1. September stellte das Gesundheitsamt an der Badestelle wieder flächige Algenteppiche fest. Deshalb ist nun auch die Badestelle komplett vom Badeverbot betroffen. Das Verbot für den Bootsanleger, das Wehr und die Fischtreppe bleibt natürlich bestehen.
Das Problem ist nicht nur die mögliche Giftigkeit der Algen. Vor allem ist die Sicht im Wasser so schlecht, dass Retter im Ernstfall kaum eine Chance hätten, einen Ertrinkenden rechtzeitig zu finden und zu helfen. Es besteht also ein akutes Sicherheitsrisiko.
Die Laborergebnisse der letzten Proben stehen noch aus. Die Gemeinde wird über die weiteren Entwicklungen informieren. Vor Ort wurden Warnschilder aufgestellt.
Quelle: Salzweg – zur Originalmeldung