Baden-Baden nimmt an landesweiter Gesundheitsstudie teil
In Baden-Württemberg startet die Pilotstudie „PULS!“. Dabei geht es darum, wie Menschen extreme Situationen erleben – zum Beispiel Hitzewellen, Naturkatastrophen oder Pandemien. Solche Krisen können sich nämlich stark auf den Körper, die Psyche und das soziale Miteinander auswirken.
Die Stadt Baden-Baden (Baden-Württemberg) wurde im Zufallsverfahren ausgewählt, um Teil dieser Untersuchung zu sein. Die Forscher wollen herausfinden, was Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen genau brauchen, um solche schwierigen Phasen gut zu überstehen. Professor Dr. Falko Sniehotta von der Universität Heidelberg erklärt, dass es wichtig sei, diese Erfahrungen zeitnah zu erfassen, um besser auf zukünftige Krisen vorbereitet zu sein.
Die Teilnahme funktioniert digital. Der Kooperationspartner Data4Life hat dafür die App „D4L Collect“ entwickelt. Über das Smartphone bekommen die Teilnehmenden bei einem Krisenereignis kurzfristig Fragebögen zugeschickt. So können Daten zum Wohlergehen der Bevölkerung erstmals in Echtzeit gesammelt werden. Zusätzlich gibt es über einen Zeitraum von zwei Jahren alle drei Monate Befragungen, um auch langfristige Entwicklungen zu beobachten.
Das Ziel der Studie ist es, eine bessere Datengrundlage zu schaffen. So können Behörden und Mediziner in Zukunft gezieltere Maßnahmen planen und die Bevölkerung besser schützen. Interessierte Bürger können sich für die Teilnahme anmelden.