Baden-Baden: Drogenhandel in Gemeinschaftsunterkunft aufgedeckt
Die Ermittlungen gegen den 44-jährigen gambischen Staatsbürger begannen bereits im Frühjahr 2026. Die Polizei Baden-Baden verdächtigte den Mann, aus einer Gemeinschaftsunterkunft im Bereich des Rollfelds heraus illegalen Rauschgifthandel betrieben zu haben. Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass er die Drogen auch an Minderjährige abgegeben haben soll.
Nachdem die Staatsanwaltschaft Baden-Baden einen entsprechenden Antrag gestellt hatte, durchsuchten Beamte des Polizeireviers und des Polizeipräsidiums am 6. Juli 2026 die Wohnung des Verdächtigen. In seinem Zimmer fanden die Einsatzkräfte eine beachtliche Menge an Betäubungsmitteln. Die Beamten stellten etwa 100 Gramm Kokain, über 300 Ecstasy-Tabletten, rund 90 Gramm Marihuana sowie etwa 80 Gramm Amphetamin sicher. Zudem fanden sie Utensilien, die typisch für den Handel mit Rauschgiften sind.
Nach der Durchsuchung nahmen die Polizisten den Mann vorläufig fest. Er kam zunächst in eine Gewahrsamseinrichtung. Da die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl beantragte, erließ das Amtsgericht Baden-Baden diesen und setzte ihn in Vollzug. Der Vorwurf lautet auf gewerbsmäßige Abgabe von Cannabis und Betäubungsmitteln an Minderjährige sowie Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. In der Folge wurde der 44-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Baden-Baden liegt am Rand des Schwarwarzwaldes und ist vor allem als Kur- und Bäderstadt bekannt. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall hat nun die Kriminalpolizei in Rastatt übernommen.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.