Bad Zwischenahn: Sanierte Mittellinie in Petersfehn eingeweiht
In Petersfehn (Gemeinde Bad Zwischenahn, Niedersachsen) ist ein großes Bauprojekt abgeschlossen. Die Sanierung der Kreisstraße 138, bekannt als Mittellinie, wurde nun offiziell eingeweiht. Vertreter der Gemeinde, des Landkreises Ammerland, der Baufirmen sowie des Bürgervereins und der Kirchengemeinde trafen sich dazu in der Heimatdiele Petersfehn.
Insgesamt sind mehr als vier Millionen Euro in die Ortsdurchfahrt von Petersfehn I geflossen. Dabei gab es zwei große Baustellen: Der Landkreis kümmerte sich um die Fahrbahn, während die Gemeinde die Nebenanlagen umgestaltet hat. Die Zeit der Bauarbeiten war für alle Beteiligten eine Herausforderung, doch das Ergebnis überzeugt nun die Verantwortlichen.
Für Fußgänger und Radfahrer ist es jetzt sicherer geworden. Auf der Nordseite wurden die Wege um einen Meter auf insgesamt drei Meter verbreitert. Dafür wurde die Fahrbahn entsprechend verschmälert und misst nun 6,50 Meter. Auch auf der Südseite wurden die Wege saniert und die Regenwasserkanäle erneuert. Der Landkreis Ammerland steuerte hierfür 450.000 Euro bei.
Zudem gibt es zwei neue Stellen, an denen man die Straße leichter überqueren kann: einmal in Höhe der Straße „An den Kolonaten“ und einmal beim Friedhof. Letzteres klappte nur, weil die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde ein kleines Stück Land an die Gemeinde verkauft hat.
Auch an den öffentlichen Verkehr wurde gedacht. Die bestehenden Bushaltestellen an der Mittellinie sind nun barrierefrei. Außerdem kamen zwei neue Haltestellen an der Einmündung „An den Kolonaten“ hinzu. Die gesamte Sanierung der Nebenanlagen wurde auf Barrierefreiheit ausgelegt.
Landrätin Karin Harms lobte zudem die neuen Hecken, die den Radweg von der Straße trennen und das Ortsbild verschönern. Die Sanierung des Radweges wurde sogar noch weiter bis zum Kreisverkehr in Bloherfelde fortgeführt, um den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad attraktiver zu machen.
Wie sehr sich der Ort verändert hat, betonte Werner Nustede vom Verein Heimatdiele. Er wohnt seit 1957 in Petersfehn. Er erinnerte daran, dass die Straße vor 70 Jahren noch aus Kopfsteinpflaster bestand und es damals überhaupt keine Gehwege gab.